Da hat uns die Entwicklung komplett überrollt. In Ausgabe 1 des Lokal-Anzeigers schreiben wir noch, dass der Kampf um das Zehentbauer-Haus in die letzte Runde geht, da einige Unverdrossene eine Fachkanzlei eingeschaltet haben, die noch vor Weihnachten einen sechsseitigen Schriftsatz samt 15 Anhängen an den Petitionsausschuss des Landtags sowie an die Stiftungsaufsicht versandt hat. Denn der Abriss des Zehentbauer-Hauses „zum Zwecke der Errichtung eines Neubaus einer Bankfiliale und eines Wohnhauses“ könne den von der Stiftung der Raiffeisenbank angegebenen Stiftungszwecken nicht zugeordnet werden. Daher wird die Stiftungsaufsicht aufgefordert, dem Vorgehen der Raiffeisenbank Einhalt zu gebieten.
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Junge SängerInnen und MusikerInnen gesucht!
Der Rattlesnake Saloon in der Schneeglöckchenstr. 91 in der Fasanerie hat mit den Honky Tonk Torpedos eine fetzige Hausband. Und es gab in der Fasanerie schon immer mal wieder die Idee, auch musikalischen Jugendlichen die Möglichkeit zu eröffnen, gemeinsam in einer Band Musik zu machen. Nun wird erneut ein Anlauf unternommen. Der Musiklehrer ist da, die Bühne auch, sowie die Lust, miteinander Musik zu machen. Drei junge Musiker haben sich schon zusammengefunden und der Name der Band – „Torpedo Kids“ – steht seit ein paar Tagen auch fest.
Nun werden weitere Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 16 Jahren
gesucht, die Lust haben, die Band zu verstärken, egal ob sie nun (E-)Gitarre, Drums, Keyboard, Akkordeon, Geige … spielen. Jede Stimme und jedes Instrument ist willkommen. Gespielt werden Western, Rhythm & Blues sowie Rock.
Angedacht ist, dass die „Torpedo Kids“ einmal im Monat, quasi als Vorgruppe, vor den „Rattlesnake Torpedos“ auf der großen Bühne im Rattlesnake-Saloon auftreten und davor eben gemeinsam proben.
Wer Interesse hat, der melde sich bitte bei Peter Niedermeier, Tel. 0176 / 54416113 (ab 18 Uhr) oder per E-Mail unter pumniedermeier@arcor.de
Haus von Krippenkünstler Otto Zehentbauer wird abgerissen!
Die Zeichen mehren sich, dass das Zehentbauer-Haus an der Lerchenauer Str. bald abgerissen wird. Denn auf dem Grundstück des 1961 verstorbenen Krippenkünstlers an der Lerchenauer Str. steht ein Abbruchcontainer und Hausrat liegt verteilt im Garten umher.
Offensichtlich hat die Stiftung der Raiffeisenbank München Nord, die das Grundstück im März 2014, kurz nach dem Tod von Gerhard Schramm – der Schwiegersohn von Otto Zehentbauer kümmerte sich
jahrzehntelang liebevoll um das Haus –, vom Erben erworben hat, mittlerweile eine Baugenehmigung erhalten. Der Bürgerverein jedenfalls wurde vor ein paar Tagen schriftlich von der Stiftung aufgefordert, innerhalb eines Tages die noch verbliebenen Exponate aus dem ehemaligen Atelier des Künstlers zu räumen, was auf die Schnelle so nicht machbar war, weil die drei großen Figuren ja ein gewisses Gewicht haben und daher ein paar starke Männer erforderlich waren. Außerdem sind sie
zerbrechlich, wie Helmut Kessler, der Ehrenvorsitzende des Kulturhistorischen Vereins, miterleben „durfte“. Denn die Handwerker, die das Haus momentan leer räumen, haben die Figuren einstweilen in die Garage geschafft und dabei der ersten gleich mal Arme und Kopf abgebrochen…
Der Aktionismus so kurze vor Weihnachten hat den Lerchenauer
Bürgerverein denn doch etwas überrascht, da er auf seine Landtagspetition noch keine abschließende Antwort erhalten hat – deshalb dachte man eigentlich, dass bis dahin Ruhe herrsche…
Mit dem Zehentbauer-Haus verschwindet ein weiteres Stück Geschichte. Bald kann man schöne alte Villen nur noch in Bogenhausen, Harlaching oder Solln bewundern!














