In der Lerchenau schätzt man die beiden lebensgroßen Figuren, die bis zum Abriss von Otto Zehentbauers Haus vor fast zehn Jahren im einstigen Atelier des Krippenkünstlers (1880-1961) standen, nicht. Hässlich seien sie, wertlos, da nur aus Gips. Dazu noch beschädigt (aber wirklich nur leicht und absolut behebbar). In der Münchner Frauenkirche hingegen sind jetzt wieder Krippenfiguren von Otto Zehentbauer zu bewundern – die Krippe ist heuer sogar größer als sonst, weil in der Maria Verkündigungskapelle im südlichen Schiff aufgebaut.
Die eigentliche Krippenszene mit der Hl. Familie mit Anbetung der Hirten, übrigens auch „nur“ in Hartguss, stammt von Otto Zehentbauer. Die Schafe sind nicht von ihm und der Engel ist relativ neu, nachgeschnitzt von Wolfgang Gebauer. Von dessen Sohn werden noch Kamel, Elefant und Pferd kommen, um die die Krippe künftig ergänzt werden soll. Der Lerchenauer Bürgerverein freut sich, dafür Arbeitsmodelle von Zehentbauer zum Nachschnitzen zur Verfügung stellen zu können. Ab Hl. Drei König gesellen sich dann noch Caspar, Melchior und Balthasar dazu, aus Holz, denn sie wurden vom Bildhauer Jakob Bradl gefertigt.
Erstmalig sicher erwähnt wird die Domkrippe 1932 im Führer durch die Ausstellung „Die altbayrische Volkskrippe – einst und jetzt“ von 1932. Warum die Krippe nicht einheitlich von einem Künstler geschaffen wurde, lässt sich heute nicht mehr ermitteln. Eventuell wurde sie aus zwei verschiedenen Stiftungen zusammengefügt.















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