Mit Feldmoching und insbesondere mit der langen Geschichte dieses Areals hat das mal wieder überhaupt nichts zu tun: Der Kommunalausschuss des Stadtrats hat heute beschlossen, vier herausragende Persönlichkeiten, die das kulturelle, soziale und politische Leben der Stadt nachhaltig geprägt haben, mit der Benennung von Straßen und Plätzen zu ehren. Auf dem Lerchenauer Feld werden drei neue Straßennamen an folgende Frauen erinnern, die sich in Wissenschaft, Kinderhilfe und Politik um die Stadt verdient gemacht haben.
Helga Grebing
Die am 27. Februar 1930 in Berlin-Pankow geborene Helga Grebing verbrachte nach ihrer Promotion 1952 an der Freien Universität Berlin viele Jahre in München und arbeitete als Lektorin und Redakteurin sowie als Dozentin an der Akademie für politische Bildung in Tutzing. Von 1959 bis 1961 leitete sie das Internationale Studentenwohnheim „Geschwister Scholl“ in München und von 1961 bis 1965 die Abteilung für Zeitgeschichte und Politik an der Münchner Volkshochschule. 1969 habilitierte Helga Grebing in Politikwissenschaften und wurde 1971 Professorin an der Universität Frankfurt am Main. Ende 1972 erhielt sie als erste Frau einen Lehrstuhl an der Universität Göttingen und war von 1988 bis 1995 Professorin und Leiterin des „Instituts zur Erforschung der europäischen Arbeiterbewegung“.
Grebing forschte zur Sozialgeschichte, zur Geschichte der Arbeiterbewegung und zur Zeit des Nationalsozialismus. Mit dem Ziel, dass sich der Faschismus nie wiederholt, setzte sie sich in der Lehre und als aktives Mitglied der SPD für eine soziale Demokratie und historische Aufklärung ein. 2002 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Elisabeth Schmucker
Die 1951 geborene Gymnasiallehrerin initiierte die erste Babyklappe in München. Das „Kloster München St. Gabriel“ nahm 2000 mit der „Lebenspforte“ die Arbeit auf. Von 2002 an vertrat sie die CSU im Stadtrat, dem sie bis zu ihrem Tod 2013 angehörte.
Heidrun Kaspar
Heidrun Kaspar (1939 bis 2023) war Mitbegründerin des Kinderschutzbundes München und engagierte sich über Jahrzehnte ehrenamtlich im Stadtrat, unter anderem als FDP-Fraktionsvorsitzende. Für ihr vielfältiges Wirken wurde sie 2012 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.






















