München will in die Sportinfrastruktur investieren und beteiligt sich mit einem breit angelegten Maßnahmenpaket am Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“. Ziel ist es, Sanierungen und Modernisierungen von kommunalen und vereinseigenen Sportanlagen umzusetzen – insbesondere mit Blick auf Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit. Der Sportausschuss des Stadtrats hat die Bewerbung um die Bundesförderung jetzt bestätigt. Gefördert werden Sportanlagen von besonderer regionaler oder überregionaler Bedeutung, die überwiegend öffentlich nutzbar sind. Für das Förderprogramm stellt der Bund bundesweit 666 Mio. Euro zur Verfügung. Der Bund beteiligt sich mit bis zu 45 % an den zuwendungsfähigen Kosten, die Kommune trägt mindestens 55 %. Die Auswahl der zu fördernden Projekte erfolgt nach einem Interessenbekundungsverfahren durch den Haushaltsausschuss des Bundestags. Für die Modernisierungsarbeiten an Frei- und Bezirkssportanlagen sowie Vereinsbaumaßnahmen plant die Stadt Investitionen von 43,4 Mio. Euro, um Sportangebote auch langfristig zu sichern.
Die Stadt bewirbt sich mit drei kommunalen Sportbauprojekten für eine Förderung durch den Bund. Mit dem Geld sollen beispielsweise schrittweise 35 bestehende Kunstrasenplätze ersetzt werden, die bislang mit Kunststoffgranulat gefüllt sind. Hintergrund ist ein EU-weites Verbot solcher Füllstoffe ab 2031. Die neuen Systeme setzen auf umweltfreundliche, zertifizierte Materialien wie Quarzsand oder Kork und Recyclingfähigkeit. Das erste Kunstrasenpaket umfasst fünf Plätze an drei Standorten und will einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von Mikroplastik sowie zur langfristigen Sicherung des Sportbetriebs leisten.
Die Halle des Münchner Sportclub an der Eberwurzstr. 28 in der Lerchenau ist seit 2010 aus Sicherheitsgründen gesperrt. Für einen Neubau oder eine Sanierung fehlten Verein wie Stadt das Geld. Mit Unterstützung des Bundesprogramms eröffnet sich erstmals die Perspektive für einen nachhaltigen Neubau. Entstehen soll die erste Kalt- und Multifunktionshalle Münchens. Das innovative Projekt steht dabei vollständig unter dem Leitgedanken der Nachhaltigkeit (Holzfassade, Flachdach als Grundlage der extensiven Begrünung und Photovoltaik, sorgfältige Auswahl der verbauten Materialien etc.) Zur wichtigen Barrierefreiheit gehört die konsequente Ebenerdigkeit für alle Räume und Erschließungen. Hinsichtlich der Belegung wird das Ziel verfolgt, den Standort wieder als lebendiges Sportzentrum nicht nur für Hockey, sondern auch für andere Sportarten und als Bereicherung für den gesamten Stadtteil zu entwickeln.
Die Hälfte der über 1.000 aktiven MSCler spielt Hockey, und das auf hohem Niveau. Seit Ende der 1970er-Jahre sind die ersten Mannschaften des MSC in den Bundesligen des Deutschen Hockey Bunds (DHB) vertreten.













