Am Donnerstag, den 22. Januar hatte das „Double-A“ – Stadtrat Alexander Reissl und Landtagsabgeordneter Alexander Dietrich – wieder zum Neujahrsempfang der CSU München-Nord-West in den Festsaal des Augustinerkellers an der Arnulfstr. geladen. Nicht nur viele CSU-Kandidaten für die anstehende Kommunalwahl, sei’s für den OB-Posten, den Stadtrat oder einen der Bezirksausschüsse, auch CSU-Granden wie der Bundestagsabgeordnete Hans Theiss, der frühere Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Johannes Singhammer, und Bezirksrat Max Strasser gaben sich an diesem Abend ein Stelldichein. Und natürlich nutzten wieder viele Gäste, auch aus dem 24. Stadtbezirk, die Möglichkeit der Vernetzung, sprich zum Ratschen mit anderen Ehrenamtlichen, Vereinsvorständen, Kollegen …
Weil Alexander Reissl als Moosacher nicht nur Top-Beziehungen zum Moosacher Faschingsclub hat (2005 mimte er höchstselbst den Faschingsprinzen), sondern auch Schirmherr der Münchner Schäffler ist, kamen die Besucher des Neujahrsempfangs heuer auch in den Genuss eines prächtigen Schäfflerauftritts.
Zuvor allerdings begrüßte Reissl neben den vielen geladenen Gästen die anwesenden Stadtratskandidaten vom Kreisverband
München Nord-West: Bettina Obersojer (Listenplatz 31), Antonia Waldner (Platz 27), Christian Zöller (Platz 21), Leo Agerer (Platz 7) (und natürlich Reissl, Platz 32, selbst). Und leitete dann mit der Frage, welcher Münchner Oberbürgermeister denn mit welchem Projekt auf immer in Verbindung gebracht werde, so wie OB Hans-Jochen Vogel mit den Olympischen Spielen, auf seinen bis zu seinem Wechsel von der SPD zur CSU einstigen Parteifreund Dieter Reiter über. Was werde von ihm in Erinnerung bleiben? Dass von den 4.500 Wohnungen pro Jahr, für die zumindest ein Aufstellungsbeschluss gefasst werden sollte, in seiner sechsjährigen Amtszeit noch nicht einmal 8.000 in Summe geschafft wurden? Oder dass die 300 Mio. € Guthaben im Stadtsäckel im Jahr 2020, als die CSU in die Opposition ging, inzwischen zu mehr als 8 Mrd. € Schulden mutiert seien? Das gehe besser. CSU-Mann Clemens Baumgärtner habe in seiner Zeit als Wirtschaftsreferent der Stadt nicht nur die Internationale Automobilausstellung nach München gebracht, sondern auch viele Techkonzerne und – Megastar Adele mit zehn Konzerten!
Mit solchen Vorschusslorbeeren versehen, stieg Wahlkämpfer Clemens Baumgärtner in die „Bütt“ und erläuterte, wie er der Mitte der Gesellschaft wieder eine Stimme geben wolle: durch tatkräftiges Handeln und nicht durch die Bildung eines weiteren Sozialarbeitersitzkreises. Handeln will er in den Bereichen Sauberkeit und Sicherheit. München müsse wieder glänzen, nicht nur für die Touristen – den Müllhalden vor den Wertstoffinseln wolle er z. B. mit häufigeren Leerungen entgegenwirken. Sauberkeit und Sicherheit seien Pflichten der Stadtverwaltung, denen sie bisher nicht nachkomme. In Sachen Verkehr will er wieder Vernunft einkehren lassen, statt Ideologie. Das Verpetzen von Nachbarn auf Websites, weil diese auf dem Bürgersteig parken, müsse ein Ende haben. Es brauche wieder einen sinnvollen Verkehr für alle, die auf das Auto angewiesen seien, Handwerker, Liefer- und Paketdienste … Und München müsse endlich wieder auf solidem finanziellen Boden stehen – in seiner Zeit als Wirtschaftsreferent sei die Gewerbesteuer jährlich um 1 Mrd. gestiegen! Sein Fazit: Die Schuldenkönige vom Marienplatz müssten weg.


































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