Die SZ berichtet schon seit Jahren nicht mehr viel aus den Stadtbezirken. Zu BA-Sitzungen kommt kein Pressevertreter mehr. Auch der Münchner Merkur schickt nur sporadisch noch einen Journalisten vor. Bei der Bürgerversammlung letzte Woche war, abgesehen vom Lokal-Anzeiger, kein Pressevertreter vor Ort, um mitzubekommen, wo im Stadtbezirk die Probleme sind. Auch Hallo München war nicht mehr da. Nun ist klar warum. Die bislang eigenständige Redaktion des kostenlosen Stadtblatts „Hallo München“ wird aufgelöst, die Beschäftigten haben zum 28. Februar 2026 ihre Kündigung erhalten. Weiterbestehen soll „Hallo München“ zwar noch, aber die Inhalte muss dann die Zentralredaktion von Münchner Merkur und tz mitmachen.














Sabine meint
Immer weniger Redakteure müssen immer mehr mediale Beiträge produzieren. Die Folge: Pressemitteilungen werden übernommen und nicht immer als solche gekennzeichnet. Für eigene Recherchen und Quellenüberprüfung bleibt keine Zeit. Stattdessen soll es die KI richten. So entsteht „Content“ mit Fehlern, Framing und Fake News. Mit Journalismus hat das nichts zu tun. Natürlich leidet die Glaubwürdigkeit der Medien. Eine „Vierte Gewalt“, d.h. eine unvoreingenommene Presse, die ihre Wächter-Funktion erfüllt, gibt es schon lange nicht mehr. Medienunternehmen investieren seit langem nur in Technik, Gebäude, Verwaltungsapparat und oberes Management, aber kaum noch in Menschen, die fundierte journalistische Beiträge liefern. Wenn es tatsächlich um Demokratie und um das Wohl der Bürgerinnen und Bürger ginge, müsste man den kritischen (Lokal-)Journalismus stärken statt ihn aufzulösen.
Bernd meint
Da hilft nur, auf andere, unabhängige Medien auszuweichen. Z.b. den Lokalanzeiger für die Umgebung oder auch z.B. ThePioneer von Gabor Steingart (https://www.thepioneer.de/)…