Die deutsche Sprache muss heutzutage viel ertragen: „Bauer:innen“, „Jüd:innen“ … (ersteres Sprachungetüm in einer Ritter-Sport-Werbung von 2022 gesehen, zweites in einem Ausstellungskatalog gelesen). Im BA 24 gedeiht seit der Neuwahl eine weitere sprachliche Stilblüte: „Mitglieder:innen“.
Nun kann man zum Gendern stehen, wie man mag. Aber Mitglieder:innen ist und bleibt grammatikalisch falsch und sprachlich unsinnig. Hier verlässt die Grammatik endgültig den Raum und überlässt der reinen Absicht das Feld.
„Das Mitglied“ ist ein Neutrum. Es ist grammatikalisch bereits so geschlechtsneutral, inklusiv und unparteiisch, wie es ein Wort nur sein kann. Es umfasst Männer, Frauen und alle Identitäten dazwischen, ganz ohne Sternchen, Doppelpunkt oder Stolperpause. Mehr Gleichberechtigung als in diesem einen, sächlichen Artikel gibt die deutsche Sprache nicht her.
Der Versuch, den Mitgliedern ein weibliches „-innen“ anzuhängen, endet in völliger Tautologie – es gibt ja auch keine männliche Form von „Mitglied“.














Reinhard Sachsinger meint
Mein Vorschlag für die \“:\“ , \“ * \“ und Schluckauf-Genderer:innen, die auch vor dem Gendern eines Neutrums nicht zurückschrecken: Wenn Sie wieder glauben, das Wort \“Mitglied\“ gendern zu müssen, dann empfehle ich folgende, richtige Formulierung: \“Liebe Mitglieder und ohne Glieder.\“
Bernd meint
Wo driften wir nur hin…. Den Menschen bei uns geht es meines Erachtens zu gut.