Bei unserer Vorschau auf das Jahr 2026 haben wir natürlich auch die Stiftung der Raiffeisenbank angeschrieben, wie es mit dem verwaisten Feldmochinger Hof weitergeht, nachdem der letzte Pächter zum Ende des Jahres 2025 seinen Betrieb eingestellt hat. Nun haben wir eine kurze Antwort auf unsere Fragen erhalten, die uns Feldmochinger – zumindest erst einmal – nicht erfreuen dürfte.
Aktuell prüfe die Eigentümerin alle Optionen – von der Neuverpachtung bis zum Abriss –, bevor klar sei, wie es weitergehe. Hinzu kommen einige technische Mängel, deren Behebung erst einmal eine geraume Zeit beanspruche. Da es sich um einen längeren Zeitraum handele und um ungebetene Gäste zu verhindern, seien sichtbare wie unsichtbare Sicherungsmaßnahmen ergriffen worden.














Gerhard Holz meint
Seit man im September 2025 im Lokalanzeiger erfahren konnte, dass der Vertrag des bisherigen Pächters nicht verlängert wird, konnte man in vielen Gesprächen und Diskussionen eine gewisse Hoffnung erkennen. Endlich, nach 5 verlorenen Jahren, gibt es eine Chance, dass ein hoffentlich passender Pächter wieder ein Lichtblick für die Bewohner des Münchner Nordens für diese wichtige Einrichtung in unserem Stadtteil ist. Darauf hofften auch die Ortsvereine, an der Spitze vertreten durch den Gesamtverein. Seitdem wartet man mit Spannung darauf, wer nun diese neuen Wirtsleute sein werden. Nun müssen wir erfahren, dass es dafür noch gar keine Planung gibt, im Gegenteil, sogar ein Abriss des Gebäudes soll nicht ausgeschlossen sein! Da reibt man sich die Augen und fragt sich: Wo bleibt die gesellschaftliche Verantwortung der Stiftung Raiffeisenbank München-Nord. Das sollten die Vereine und auch wir als Bürger nicht so einfach hinnehmen.
Reinhard Krohn meint
Ich kann mich nur vollinhaltlich der Meinung und dem Aufruf von Gerhard Holz anschließen. Wenn zum Thema Abriss des Feldmochinger Hofs aus dem ggf. dann betroffenen Feldmoching überhaupt keine Reaktionen – hier selbstverständlich negative – laut und in Richtung der Leitung der Raiffeisenbank München Nord gerichtet werden, dann dürfte man dort wohl davon ausgehen, das die Einwohner unseres Stadtteils und darüber hinaus in großen Bereichen unseres Stadtbezirks die ganze Diskussion eher gelassen sehen und sich mit einem ersatzlosen Verschwinden dieser vermeintlich doch so wichtigen Einrichtung für unsere Kultur und Gesellschaft stillschweigend abfinden werden. Wollen wir das ?
Wolfi meint
Könnte man den Feldmochinger Hof nicht zu einem Seniorenwohnsitz für Feldmochinger umbauen? Ich weiß jetzt nicht inwieweit die Hotelzimmer schon dafür geeignet wären, aber das ganze hätte für mich einen gewissen Charme. Die Gastronomie wäre schon vorhanden, unter Tags kann man die großen Räume für Veranstalltung mit den Senioren nutzen und am Abend könnten sich die Vereine dort versammeln (wo dann viele der Senioren eh Mitglied wären). Ausserdem wären sie dann für Freunde und Bekannte z.T. fußläufig erreichbar
ReinerF meint
Lese ich richtig? Eine Option könnte auch Abriss heißen? Den Feldmochinger Hof abreißen??
Ja sind denn die dafür Entscheidenden noch gscheid? Der Feldmochinger Hof gehört fest zu Feldmoching. Es geht hier auch um ein Stück Feldmochinger Geschichte! Und um einen Leuchtturm Feldmochinger Kultur- und Sozialstruktur. Der Feldmochinger Hof ist nun mal mehr als ein altes, überständiges und nutzloses Gebäude, auf das auch verzichtet werden könnte. Ja findet denn die Aussicht auf ein fast unvorstellbares Wachstum unseres Stadtteils Feldmoching und darüber hinaus bei uns im Münchner Norden in den folgenden etwa zehn Jahren und darüber hinaus bis hin zu einer Verdoppelung der Einwohnerzahl bei den Oberen der Raiffeisenbank gar keine Beachtung und auch keinen Respekt. Feldmoching hat keine vergleichbare Alternative zum Feldmochinger Hof. Unsere vielen, breit gefächerten Ortsvereine von unschätzbarem Wert sind mittlerweile gezwungen, größere Veranstaltungen in andere Stadtteile bzw. Orte zu verlegen. Welch eine Armut!!
Hat sich schon mal jemand im planerischen Horizont Gedanken darüber gemacht, wie die künftige Feldmochinger Bevölkerung hier in unserem dann hoch verdichteten Stadtteil mit ihrer weit über 1000-jährigen Geschichte noch in etwa kulturell und gesellig zusammen leben soll? Haben denn die heute in und für unseren Stadtteil handelnden nicht auch eine große Verantwortung dafür, dass schon heute die Grundlagen dafür „erhalten“ und auch neu geschaffen werden müssen, dass auch die künftigen Einwohner hier in unserem Raum mit einem angemessenen kulturellen Standard leben und sich wohl fühlen wollen.
Der Abriss des Feldmochinger Hofs wäre m. E. ganz klar als ein Missbrauch der Verfügungsmacht auf eine unverzichtbare Einrichtung zum Nachteil der Feldmochinger Bevölkerung zu empfinden. Darüber sollte man in Unterschleißheim noch einmal sehr gründlich nachdenken! Noch ist es ja nicht zu spät!