Anlässlich des 150. Geburtstags von Thomas Mann folgt der literarische Vortrag des beliebten Historikers Georg Reichlmayr im Augustinum München-Nord am Montag, den 19. Oktober, den Münchner Spuren des Autors.
„Es kenne mich die Welt, aber erst, wenn alles tot ist“, schrieb Thomas Mann 1950 in seine Tagebücher. Tatsächlich war der große Dichter als Mensch versiegelt und „ließ niemanden in sein Herz blicken“, wie der Literaturwissenschaftler Hermann Kurzke feststellte. „Mit virtuoser Disziplin hielt er eine Fassade aufrecht“ und inszenierte ein bürgerliches Leben. Doch in seinem Werk offenbart er seine und allgemein menschliche Geheimnisse wie kein zweiter. Die längste Zeit seines Lebens verbrachte Thomas Mann in München. In Schwabing schrieb er seine ersten Erzählungen, in der Maxvorstadt heiratete er in eine der angesehensten Familien Münchens ein, in der Leopoldstraße kamen seine Kinder zur Welt. Während seiner knapp 20 Jahre im Herzogpark in Bogenhausen vollendete er den Roman Der Zauberberg, erhielt 1929 den Nobelpreis für Literatur und wurde schließlich 1933 ins Exil getrieben.
Eintritt: 12 Euro




















