Man kennt es von den Autobahnen zur Genüge: Da wird kilometerweit eine Baustelle ausgewiesen und eine Fahrspur weggenommen, doch man sieht keine Bauarbeiter. Keine Baufahrzeuge. Nichts. Ähnliches geschieht eben in der Joseph-Seifried-Str. in der Siedlung am Lerchenauer See.
Da wurden – ohne jede Vorwarnung in Form eines zuvor in den Briefkästen der Anwohner versenkten Baustellenflyers – auf der Nordseite der Straße bis auf Höhe des Linus-Funke-Weg Halteverboltsschilder aufgestellt. Gültig ab dem 24. August. Wegen „Tiefbau arbeiten“. Doch selbst in der dritte Woche ward noch kein Arbeiter gesichtet. Wenn Parkplätze in diesem Gebiet nicht so Mangelware wären, wäre die Bummelei ja egal, aber: In der Situation ohne Not den Anwohnern etwa 60 Parkplätze zu nehmen …
Nachgefragt bei der Stadt, erhielten wir von den Stadtwerken München die Auskunft, dass die SWM Infrastruktur das Stromnetz erweitere. Die erforderlichen Tiefbauarbeiten im Geh- und Fahrbahnbereich der Lassalle- und Joseph-Seifried-Str. sowie dem Linus-Funke-Weg hätten planmäßig am 24. August beginnen sollen. „Leider gab es Unklarheiten bei der Genehmigung der Arbeiten, weshalb sich der Auftakt verzögert hat. Da die Baufirma zuversichtlich war, rasch eine Klärung herbeizuführen, blieb das Halteverbot bestehen.“ Nun aber liege die Genehmigung vor und daher werde man in der kommenden Woche mit den Arbeiten beginnen. Die SWM bitten die Anwohner um Entschuldigung für die Einschränkungen. Gemeinsam mit der Baufirma sei man bemüht, die Baumaßnahme so rasch wie möglich durchzuführen und abzuschließen, um die weiteren Auswirkungen auf das Quartier auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Die SWM versprach auch, die Baustellenflyer zur Baumaßnahme in den kommenden Tagen im Umfeld zu verteilen.






















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