Mit Inkrafttreten der 15. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung dürfen ungeimpfte Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren zwar weiterhin im vollen Klassenzimmer sitzen oder – sofern sie es sich leisten können – ins Restaurant gehen, zu vielen Angeboten der Jugendarbeit sollen sie jedoch keinen Zugang mehr haben. Auch in Freizeitstätten soll es heißen: „Ihr müsst
leider draußen bleiben!“
[Weiterlesen…] ÜberKJR kritisiert Ausschluss von nichtgeimpften Jugendlichen
Stadtrat a. D. Gerson Peck ist tot
Am 3. Mai 2018 konnte Gerson Peck seinen 90. Geburtstag feiern. Nun ist der beliebte SPD-Politiker, Lehrer und Schuldirektor nach einem erfüllten und langen Leben gestorben.
[Weiterlesen…] ÜberStadtrat a. D. Gerson Peck ist tot
Großzügige Spende ermöglicht Nähwerkstatt als neues Qualifizierungsprojekt
Eine Nähwerkstatt ergänzt künftig das Leistungsangebot der Einrichtung Drom – Sinti & Roma der Diakonie Hasenbergl. Das neue Projekt soll den Teilnehmerinnen eine Perspektive auf Integration ins Arbeitsleben bieten und sie in Ausbildung oder Arbeit vermitteln. Eine großzügige Spende des ehemaligen Vorsitzenden der Evangelischen Kirche, Heinrich Bedford-Strom, hat das Qualifizierungsprojekt ermöglicht: Mit der Zuwendung können die notwendige Ausstattung (Nähmaschinen, Verbrauchsmaterial) angeschafft, eine Lehrerin beschäftigt sowie der Betrieb der Nähwerkstatt für die kommenden drei Jahre sichergestellt werden.
Bedford-Strohm hat heuer den seit 2019 von der Württemberger Gesellschaft verliehenen Demokratiepreis „Württemberger Köpfe“ erhalten und spendete das Preisgeld von 50.000 Euro an soziale Einrichtungen – eine großzügige Zuwendung daraus erhielt auch die Einrichtung der Diakonie Hasenbergl. Die Jury ehrte Bedford-Strohm für sein nachhaltiges Eintreten für mehr soziale Gerechtigkeit und den Klimaschutz sowie für sein starkes Engagement für Demokratie und Menschenwürde.
Drom – Sinti & Roma richtet sich an junge Sinti und Roma in München, die ihre soziale oder berufliche Situation verbessern wollen und hierfür sozialpädagogische Unterstützung benötigen. Mit der „Nähwerkstatt“ können die Sozialpädagogen auf verschiedene Bedürfnisse der jungen Frauen eingehen und durch die handwerkliche Tätigkeit Eigenaktivität fördern, aber auch Erfolgserlebnisse und Selbstwirksamkeit kreativ fördern und weiterentwickeln. Dabei sollen die jungen Menschen zunächst ausschließlich für ihren eigenen Bedarf produzieren. In einem zweiten Schritt ist beispielsweise der Verkauf von angefertigter Mode oder verschiedenen textilen Gebrauchsgegenständen bei einem Bazar auf dem Sommerfest der Diakonie Hasenbergl oder in der neu entstehenden Diakoniekirche im Hasenbergl denkbar.
Foto: unsplash.com
3G-Regel im öffentlichen Nahverkehr ab morgen
Für eine Fahrt in U-Bahn, Tram und Bus in München ist ab Mittwoch, den 24. November ein sogenannter 3G-Nachweis erforderlich. Darauf weist die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hin. Die 3G-Regel bedeutet, dass Fahrgäste für eine Fahrt im öffentlichen Nahverkehr in München entweder geimpft, genesen oder aktuell negativ getestet sein müssen – und dies auf Verlangen auch nachweisen können. Hiervon ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren sowie Schüler.
Friedhof Feldmoching: Schluss mit der Plackerei!
Was an anderen Münchner Friedhöfen schon installiert ist, hat nun auch in Feldmoching Einzug gehalten: Die städtische Friedhofsverwaltung hat endlich auch hier eine sehr gute Idee umgesetzt und am nördlichen Friedhofseingang linksseitig eine Anlage installiert, aus der sich nun Friedhofsbesucher mit schwerem Material für die Grabpflege mit 1 € – wie beim Einkaufswagen – ein kleines Schubwägelchen ausleihen können. Damit hat die bisher so lästige Schlepperei von Erde, Blumen u. a. vom Auto zur Grabstätte ein Ende. Vor allem die Älteren werden diese neue Einrichtung mit Erleichterung begrüßen. Reinhard Krohn
Hasenbergl Süd: Orgelandacht
Zur Einstimmung auf die kommende Adventszeit, die nun wieder etwas staader werden dürfte, findet morgen, am Sonntag, den 21. November ab 18 Uhr in St. Matthäus eine Orgelmeditation statt. Das Motto: Novembernebel. Es wirken mit: Vikar Dr. Martin Schubert, der geistliche Impulse setzt, sowie die Kirchenmusiker Carl Seebode und Robert Diepold.
Gesundheitsreferat informiert über Kontaktpersonenmanagement
Bei den rasant steigenden Corona-Infektionszahlen erreichen das Gesundheitsamt München vermehrt Anfragen besorgter Bürger, die Kontakt zu einer infizierten Person hatten. Das Gesundheitsreferat (GSR) weist daher auf die neuen bayernweiten Regelungen des Freistaats hin: In der jetzigen Phase der Pandemie geht es vor allem darum, Personen mit einem hohen Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu schützen und zu verhindern, dass viele Menschen eine Behandlung im Krankenhaus benötigen. Daher konzentrieren sich aktive Ermittlungen des Gesundheitsamts bei Kontaktpersonen infizierter Menschen derzeit auf
[Weiterlesen…] ÜberGesundheitsreferat informiert über Kontaktpersonenmanagement
Achtung S-Bahn-Fahrer!
Wegen Gleisbauarbeiten auf der Linie S 1 kommt es laut Bahn in der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 20./21. November von 22.45 bis 1 Uhr und am Sonntag den 21. November bis Montag den 22. November 2021 von 4.45 Uhr bis 1 Uhr zwischen Leuchtenbergring und Moosach zu folgenden Fahrplanänderungen.
Züge in/aus Richtung Freising/Flughafen beginnen/enden in Moosach und fallen zwischen Leuchtenbergring und Laim aus.
Zwischen Laim und Moosach besteht Schienenersatzverkehr.
Benutzen Sie bitte die anderen S-Bahnen bis Laim bzw. die U 3 bis Moosach oder die U 2 bis Feldmoching.
Die Haltestelle des Schienenersatzverkehrs in Laim befindet sich an der Wotanstraße/Ecke Winfriedstraße, nördlich der Laimer Unterführung.
„Gesund vor Ort“: Stadtteilkonferenz Feldmoching-Hasenbergl
Im Rahmen des Projekts „München – gesund vor Ort“ fand am Dienstag, den 16. November die zweite digitale Stadtteilkonferenz im 24. Stadtbezirk statt. Mehr als 40 Fachkräfte und freiwillig Engagierte aus den Bereichen Bildung, Soziales, Gesundheit waren der Einladung des Münchner Gesundheitsreferats gefolgt. Gemeinsam mit den Teilnehmern wurden in drei verschiedenen Foren konkrete Projektimpulse für gesundheitsfördernde Maßnahmen gesetzt., die nun im Stadtbezirk umgesetzt werden sollen.
[Weiterlesen…] Über„Gesund vor Ort“: Stadtteilkonferenz Feldmoching-Hasenbergl
Hasenbergl: Ausstellung im Kulturzentrum 2411
Im Rahmen der Reihe „Erinnerung für die Zukunft – Jüdisches Leben in Deutschland“ beschäftigt sich die Münchner Volkshochschule gemeinsam mit dem Verein „Gegen Vergessen – für Demokratie“, Arbeitsgruppe München, mit dem Bauhausschüler Jecheskiel David Kirszenbaum und zeigt dazu bis zum 14. Januar in der VHS-Galerie im Kulturzentrum 2411 (Bodigst. 4, 2. Stock) die Ausstellung „Karikaturen zum Zeitgeist der Weimarer Republik. Arbeiten des Bauhausschülers Jecheskiel David Kirszenbaum (1900–1954)“. Konzipiert wurde die Ausstellung von der VHS Weimar. Die Öffnungszeiten der VHS-Galerie: Mo. bis Do. von 10 bis 20 Uhr, Fr., an den Wochenenden und in den Ferien nur bei Veranstaltungsbetrieb.
Im Rahmen der Ausstellung gibt es am kommenden Donnerstag, den 18. November den Online-Begleitvortrag „Ein Leben zwischen Flucht und künstlerischer Bewährung. Arbeiten des Bauhausschülers Jecheskiel David Kirszenbaum“. In diesem Einführungs-Vortrag nimmt Kurator Dr. Bernhard Post Werk, Lebensstationen und Verfolgungserfahrung des Künstlers in den Fokus.
Jecheskiel David Kirszenbaum (1900–1954) ist ein herausragendes Beispiel eines verfemten, vergessenen Künstlers. Dabei stand ihm eine große Zukunft bevor, als er 1923 als Student am Staatlichen Bauhaus in Weimar angenommen wurde. Er experimentierte dort mit ostjüdischen Motiven, die er mit den abstrakten Stilmitteln seiner Lehrer Paul Klee, Wassily Kandinsky und Lyonel Feininger kombinierte. In seiner künstlerischen Qualität häufig mit Marc Chagall verglichen, brach er 1926 als Maler und Karikaturist auf in die freie linksliberale Kunstszene Berlins. 1933 jedoch floh Kirszenbaum mit seiner Frau nach Paris und wurde Mitglied der École de Paris. Etwa 600 der Werke Kirszenbaums vernichteten die Nazis während der Besetzung Frankreichs.
Sein Schaffen konnte nur dank des Engagements seines Großneffen und engagierter Freunde vor dem Vergessen bewahrt werden. Die Ausstellung zeigt, fokussiert auf die Karikaturen Kirszenbaums, wie diese den polnischen Künstler zu einem kritischen Zeitzeugen der politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Weimarer Republik werden ließen.
Der künstlerisch hochbegabte junge Jecheskiel David Kirszenbaum muss dreimal fliehen und sich in kulturell völlig verschiedenen Lebenswelten bewähren: 1920 Flucht aus Polen vor dem polnisch-sowjetischen Krieg – Bergmann in Duisburg; 1923 Student am Staatlichen Bauhaus in Weimar – Künstler in der Berliner Kunstszene der 1920er-Jahre – 1933 Flucht vor den Nationalsozialisten nach Paris; NS-Lagerhaft und Flucht in den Untergrund. Seine Frau wird nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Die wenigen Jahre, die ihm bis 1954 nach dem Krieg noch blieben, sind geprägt von der Verarbeitung des Erlebten.
Foto: ULK. 55. Jg. / Nr. 8, 19.2.1926, S. 62




















