Wegen des Feldmochinger Rosstags am kommenden Sonntag werden die Stadtbus-Linien 172 und 173 an diesem Tag von ca. 10 bis ca. 13 Uhr umgeleitet. Die Haltestellen Grashofstr. und Josef-Frankl-Str. entfallen während dieser Zeit. Fahrgäste werden gebeten, auf die nächstgelegenen Haltestellen auszuweichen.
Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) informiert ihre Fahrgäste unter anderem mit Aushängen über die Umleitung. Informationen gibt es auch unter www.mvg.de und per MVG-Hotline unter der kostenfreien Rufnummer 0800 344226600 (montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr).















Doch gerade Handwerker suchen in der Stadt oft händeringend bezahlbare Flächen mit langfristigen Mietverträgen und mit für Gewerbe geeigneten Räumen, die beispielsweise hohe Deckenbelastbarkeit und Lastenaufzüge besitzen, auf dass man auch noch im Obergeschoss mit schweren Maschinen arbeiten kann. Gewerbehöfe seien die Antwort auf den Flächenmangel in München, so Schmid. „Gewerbehöfe schaffen Platz für neue Produkte und innovative handwerkliche Ideen. Sie ermöglichen Existenzgründern optimale Startbedingungen, um schnell und unkompliziert in die berufliche Selbständigkeit starten zu können. Denn in einem Gewerbehof kann man nicht nur kleinteilig Flächen mieten – ab 40 qm. Existenzgründer erhalten in den ersten drei Jahren auch einen Mietpreisnachlass von bis zu 1,50 Euro pro qm und pro Monat.“ Zudem sei es auch für die Kundschaft von Vorteil, wenn Handwerker wohnortnah situiert seien, so Schmid, das gleiche die ein oder andere Erschütterung während der Bauphase gewiss aus.
Dass die Gewerbehöfe gerade für die 28.600 Münchner Handwerksunternehmen mit ihren 78.500 Arbeitskräften eminent wichtig sind, unterstrich in seinem Grußwort Lothar Semper, der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für München und Oberbayern. „Wenn Maschinen laufen, wenn gehämmert und gesägt wird, dann ist das zwar Musik in den Ohren des Handwerkers“. In der Nachbarschaft komme die Geräuschkulisse aber meist weniger gut an. Gewerbehöfe sorgten dafür, dass die unverzichtbaren
Handwerker weiter ihren Platz in der boomenden Stadt hätten. In dem Gebäude mit rund 11.500 qm Geschossfläche können sich ab 2019 kleine und mittelständische Betriebe ansiedeln. Peter Kammerer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer IHK, rechnet damit, dass dort bis zu 600 Firmen eine neue Adresse erhalten könnten.
Entscheidung der MGH, für den neuen Gewerbehof einen Architektenwettbewerb auszuloben – das werde nicht immer so gehandhabt. Auch habe sich das Projekt, gemessen an Berliner Verhältnissen, schnell fortentwickelt (Gelächter unter den Gästen). Kramer umriss sodann kurz die architektonischen Werte des neuen Gewerbehofs: Die vier oberirdischen Geschosse besitzen eine klare Grundstruktur. Der Besucherzugang ist in etwa mittig zur Wilhelmine-Reichard-Str. angeordnet, während die Andienung des Gebäudes rückwärtig erfolgt über drei gleichmäßig verteilte und überdachte Zugänge – natürlich mit Lastenaufzug.
Fenster- und Wandpfeilergrößen eine optimale Belichtung gewährleistet ist und sich vielfältige Mieteinheitsgrößen bilden lassen.
Auf der Südseite erhält die Fassade rund um das Feld der Öffnungen eine tiefere Profilierung und leistet somit einen Beitrag zum passiven Sonnenschutz und gleichzeitig zur Lärmreduktion.
Nach so vielen Worten ging es kurz hinaus in die Sonne und zur bereits vorbereiteten Kapsel, die gemeinsam in den Grundstein eingemauert wurde. Bürgermeister Schmid gab die aktuelle SZ sowie die Baupläne in die Kapsel und MGH-Geschäftsführer Rudolf Boneberger fügte noch ein paar Münzen dazu. Anschließend blieb den
Festrednern nur noch, einen unfallfreien Bau innerhalb des Kostenrahmens sowie den künftigen Mietern wirtschaftlichen Erfolg und der MGH weitere spannende Projekte zu wünschen, ehe sich alle schleunigst wieder in das aufgestellte Zelt zurückzogen und zum eröffneten Büffet begaben.

Bereits in den ersten Minuten strömten 237 Jugendliche, darunter enorm viele Schwarze, aber auch aus anderer Herren Länder sowie ein paar Deutsche, ins Kulturzentrum 2411 und mit jeder neuen U-Bahn kam ein weiterer Schwung interessierter Jugendlicher – manche gleich im Anzug und mit Bewerbungsmappen, topp
vorbereitet und Vater/Mutter im Schlepptau, weil sie konkret und ganz dringend noch einen Ausbildungsplatz suchen. Andere, die noch zur Schule gehen oder in Deutschkursen sowie Integrationsmaßnahmen stecken, wollten sich erst einmal über Ausbildungs- und Praktikumsmöglichkeiten informieren. Die Deutsche Bahn etwa warb weniger mit Ausbildungsplätzen, sondern präsentierte vornehmlich ihr „Chance-plus“-Angebot, das im November startet und das in München 35 jungen Menschen, bei denen es trotz zahlloser freier Lehrstellen mit der Ausbildung heuer nicht geklappt hat, die Chance auf ein Berufsvorbereitungsjahr gibt. Auch wurde das Programm „Alternative Karriere“ vorgestellt, das speziell für Flüchtlinge mit Null-Deutschkenntnissen, aber Erfahrungen im Bereich Elektrotechnik aufgelegt wurde, in dem diese zu Elektronikern für Betriebstechnik mit IHK-Abschluss qualifiziert werden und dabei Deutsch lernen.
Wiederkommen möchten im nächsten Jahr eigentlich alle Aussteller zur nächsten Last-Minit-Messe, wenngleich nicht alle rundum zufrieden waren und wie die Vertreterinnen von XXX Lutz gleich 39 Bewerbungen für zehn freie Ausbildungsplätze (Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik, für Möbel und Küchenmontage sowie zum Kaufmann im Einzelhandel) mitnehmen konnten. Die Vertreter der Bundespolizei etwa führten nach eigenen Aussagen zwar interessante und schöne Gespräche, fanden aber keine rechten Bewerber: Die müssen nämliche Deutsche oder EU-Bürger sein und zumindest einen Realschulabschluss besitzen – und davon seien leider nicht allzu viele vorbeigekommen, hieß es am Stand bedauernd. Aber
vielleicht komme im nächsten Jahr die bayerische Polizei.
Wesentlich besser lief es am Stand von Lorenz Dental, wo Zahntechnikermeister Josef Kuffner von der großen Resonanz schwärmt. Es seien viele konkret Interessierte vorstellig geworden, fünf Bewerber, vier Männer und eine Frau, will man nun zu einem Vorstellungsgespräch einladen. Natürlich seien ihm handwerkliches Geschick, ein qualifizierter Abschluss und sehr gute Deutschkenntnisse wichtig, sonst würde der Azubi unweigerlich in der Berufsschule scheitern. Aber mindestens genauso wichtig erachtet er die persönliche Eignung, den unbedingten Wunsch des Jugendlichen oder
jungen Erwachsenen, sich weiterentwickeln und etwas lernen zu wollen. Auf das Potenzial des Bewerbers komme es an. Und das hat er unter anderem in einem syrischen Maschinenbauer ausgemacht. Der wolle. Aber auch andere, die die Wartezeit für ein Zahnmedizinstudium mit einer Ausbildung sinnvoll überbrücken wollen, seien äußerst willkommen.