Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung hat Anfang Juli die Aufstellungs- und Eckdatenbeschlüsse für diverse Planungsgebiete abgesegnet, darunter auch den zur Bebauung Hochmuttinger Str. sowie den Billigungsbeschluss für das Planungsgebiet Weyprechtstr. am Harthof. Gut die Hälfte der neuen Wohnungen entsteht damit im Münchner Norden. Für das Planungsgebiet östlich der Hochmuttinger Str., nördlich
der Herbergstr. und westlich der Paul-Preuß-Str. soll ein städtebaulicher und landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb ausgelobt werden. Es ist beabsichtigt, ein neues Wohnquartier mit zirka 500 bis 600 Wohnungen mit den zugehörigen Freiraumnutzungen sowie den sozialen Infrastruktureinrichtungen zu entwickeln. Das Preisgericht für den Architektenwettbewerb hat sich bereits ein erstes Mal getroffen, um die Unterlagen vorzubereiten.
Am Harthof-Nord, an der Weyprechtstr., soll im Bereich von vorgesehenen Mischgebieten beziehungsweise allgemeinen Wohngebieten eine Bebauung ermöglicht werden, die – insbesondere in zwei für Einzelhandel festgesetzten Bereichen – auch der Nahversorgung des Gebietes dient. Im Großteil der Siedlung soll neben allgemeinen Grünflächen und zwei Kindertageseinrichtungen die Schaffung von 553 Wohnungen ermöglicht werden.
Bahnübergang Fasanerie: Runder Tisch Anfang Juli
Das Baureferat wird voraussichtlich Anfang Juli einen Bürgerworkshop zur „Höhenfreimachung S-Bahn-Kreuzung in der Fasanerie“ veranstalten und dazu großflächig die Bürger der Fasanerie wie der Siedlung am Lerchenauer See einladen. Stattfinden soll er wohl in der Mehrzweckhalle. Dieses Mal wird auch nicht am Geld gespart, sondern ein externer Moderator angeheuert.
Aus für Einkaufsmarkt an der Feldmochinger Str.
Das zweite Einkaufsmarkt-Projekt an der Feldmochinger Str. steht vor dem Aus. Mitte letzter Woche warf der Projektentwickler aus Kempten, ein erfahrener Mann, der schon ähnliche Projekte durchgezogen hat und im August 2014 erstmals eine Bauvoranfrage stellte, entnervt das Handtuch. Er hat nach eigenem Bekunden inzwischen einen guten sechsstelligen Betrag nur für Architekten hingeblättert, die eigene Arbeit und die Kosten für diverse Gutachten (Immissionsschutz, Verkehr, Boden) ebenso wenig eingerechnet wie den laufenden Erbbauzins. Er will nun Wohnhäuser auf das Areal bauen.
Gescheitert ist das Projekt nach monatelangem Hin und Her, Ringen und Verhandeln zwischen LBK, Referat für Arbeit und Wirtschaft und Investor um die Größe des Markts, Tiefgaragen ja oder nein … letztlich an dem heruntergekommenen Arbeiterwohnheim, das neben dem Kfz-Handel auf dem Areal stand und steht. Das Sozialreferat fordert vom Investor entsprechend der Zweckentfremdungssatzung die Wiederherstellung desselbigen. Doch die LBK lässt keinen Geschoßwohnungsbau in Verbindung mit einem Lebensmittelmarkt zu.
Neuer Einkaufsmarkt scheitert an altem Arbeiterwohnheim
Der Projektentwickler hat nach eigenen Angaben bereits am 6. Oktober 2014 einen ersten Zweckentfremdungsantrag gestellt. Im Dezember 2015 vergangenen Jahres hat er dann aufgrund der Rücknahme der Bauvoranfrage und der Einigung mit der LBK über die künftige Größe der Bebauung einen weiteren Antrag auf Zweckentfremdung gestellt. Nach wie vor ist er der Auffassung, dass die städtische Satzung hier nicht anzuwenden ist. Steht dort doch: „Objektiv geeignet sind Räume, wenn sie (alleine oder zusammen mit anderen Räumen) die Führung eines selbständigen Haushalts ermöglichen.“ In besagtem Wohnheim gibt es laut Investor aber weder abgeschlossene Wohnungen noch irgendwelche Sozialräume, außer kleinen Küchen, Duschen und WCs. Da er von der zuständigen Referatsleiterin auch nach Wochen keine Auskunft erhielt, wie lange die Entscheidungswindungen in der Verwaltung noch dauern werden, schmeißt der Investor nun hin, zermürbt zwischen den verschiedenen städtischen Referaten (wie toll diese zusammenarbeiten, war schon bei der Infoveranstaltung zur Bebauung Hochmuttinger Str. zu erleben, als die zuständige Abteilung des Planungsreferats vom Projekt des Einkaufsmarkts an Feldmochinger Str. überhaupt nichts wusste, siehe Lokal-Anzeiger 5/2016). Der Investor holt nun Plan B aus der Schublade und baut statt eines Vollsortimenters Boardinghäuser oder „normale“ Wohnungen.
Was taugt eine solche Standortanalyse?
Der eigentliche Skandal aber ist, dass dieses Areal in einer detaillierten Standortanalyse des Referats für Stadtplanung und Bauordnung vom 18. September 2013 seinerzeit für geeignet befunden wurde!! Offensichtlich nutzlos verwendete Arbeitszeit und verschwendete Steuergelder – die Standortanalyse ist das Papier nicht wert, auf dem sie ausgedruckt wurde! Die Behördenmitarbeiter hätten ihre Arbeitszeit mit Sinnvollerem vertun können!
Diese Standortanalyse, am 20. November 2012 von der damaligen Stadträtin und heutigen Landtagsabgeordneten Mechthilde Wittmann (CSU) im Stadtrat beantragt und nach ausgiebiger, gut zehnmonatiger Evaluation endlich fertiggestellt, war nicht zuletzt eine Antwort auf die ablehnende Haltung des Planungsreferats gegenüber dem ersten gescheiterten Projekt in Sachen neuer Einkaufsmarkt fürs Feldmochinger Altdorf und die westlichen Wohngebiete. Zur Erinnerung: Schon Anfang 2013 wollten mehrere Feldmochinger Grundbesitzer rechts am Ortsausgang nach Oberschleißheim einen Netto-Einkaufsmarkt errichten. Daraus wurde aus vielerlei Gründen nichts (das Planungsreferat wandte ein, dass die Fläche für die Erweiterung der Sportanlage des SC Lerchenauer Sees vorgesehen sei, dass sie laut Flächennutzungsplan im Außenbereich liege und überhaupt dass das Projekt öffentliche Belange tangiere), und das obwohl die Klemme in Sachen Nahversorgung mittlerweile seit Jahren bekannt ist. 2012 schloss mit dem Netto der letzte Lebensmitteldiscounter an der Feldmochinger Str., der Tengelmann hatte schon Ende 2011 dicht gemacht.
Infoveranstaltung zu Wohnprojekt an der Schittgablerstr.
Im Auftrag der Stadt München will die Gewofag noch heuer an der Schittgablerstr. ein Projekt des Programms „Wohnen für alle“ realisieren. Die Baufirma sowie Vertreter der Stadtverwaltung stellen deshalb am Freitag, den 29. April von 18 bis 20.30 Uhr dieses nicht unumstrittene Programm den Lerchenauern im Pfarrsaal von St. Agnes (Waldrebenstr. 15) vor und stehen für Fragen zur Verfügung. Um Anmeldung zur Veranstaltung wird gebeten: per E-Mail an einladung@gewofag.de oder unter Tel. 0 89 / 4 12 32 84
Podiumsveranstaltung zu neuem Wohnviertel in Feldmoching
Zum Wettbewerbsverfahren für die Wohnbauentwicklung am S- und U-Bahnhof Feldmoching findet am Montag, den 25. April ab 18.30 Uhr in der Freizeitstätte Kiste, Gundermannstr. 77, eine Podiumsveranstaltung statt. Der Öffentlichkeit wird damit erneut Gelegenheit gegeben, sich zu informieren.
Vertreter und Vertreterinnen des Referates für Stadtplanung und Bauordnung, des Preisgerichts und der Ausloberin sowie des Bezirksausschusses 24 Feldmoching – Hasenbergl werden Informationen zum weiteren Verfahren geben sowie sich im Anschluss daran als Diskussionspartner der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Bürgerinnen und Bürger Feldmochings sind zur Teilnahme eingeladen.
Nach Beschlussfassung des Stadtrates am 16. März 2015 zur Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 2108 beabsichtigen die CA Immo und die Landeshauptstadt München, für das 14 Hektar große Areal im Stadtbezirk Feldmoching – Hasenbergl einen städtebaulichen
und landschaftsplanerischen Wettbewerb auszuloben. Begrenzt wird das Wettbewerbsgebiet durch die Ratold-/Raheinstr. im Osten, die Lerchenstr. im Süden, durch die Bahnlinie München – Regensburg im Westen und die Raheinstr. im Norden. Es sollen attraktive Wohngebiete entstehen; dabei sind zirka 600 Wohnungen südlich der Dülferstr. und – nach Aufgabe des Standortes für eine berufliche Schule – zirka 300 Wohnungen sowie zwei Kindertagesstätten nördlich der Dülferstr. geplant. Am S- und U-Bahnhof Feldmoching ist ein ergänzendes Angebot an Geschäften vorgesehen.
Lerchenau: „Wohnen für alle“ klingt schön, aber …
Bei der April-Sitzung des Bezirksausschusses 24 am Dienstag, den 5. April ging es wieder einmal um die Schittgablerstr. Nein, dieses Mal nicht wieder um die horrenden Beiträge zur Ersterschließung der seit Jahrzehnten benutzten Straße. Vielmehr war einiges zum neuen Bauvorhaben der Gewofag auf dem freien städtischen Grundstück an der Schittgablerstr. zu erfahren, das unter dem schönen Namen „Wohnen für alle 2016“ firmiert. 2016 übrigens deshalb, weil die Häuser, so die politische Vorgabe, noch heuer fertig werden sollen! Dem BA lag deshalb auch schon ein Vorbescheid zur öffentlichen Sitzung vor.
Die Gewofag plant auf dem Areal eine Wohnanlage mit 53 Wohneinheiten, offensichtlich alles kleine Einzelappartements um die 24 bis 28 qm für Alleinstehende. Der Stellplatzschlüssel soll lediglich bei 0,2 Parkplätzen pro Wohneinheit liegen (pro fünf Wohnungen also ein Parkplatz!) – was das Bauen deutlich günstiger macht. (Der BA möchte immerhin einen Stellplatzschlüssel von 0,5 – 0,6.)
Der Bezirksausschuss 24 hat allerdings klar andere Vorstellungen von der Bebauung als die Gewofag, die offensichtlich dem Gartenstadtcharakter der Siedlung ein klein wenig Rechnung tragen wollten. Denn die Unterausschussvorsitzende Gabriele Meissner trug vor, dass sich der Unterausschuss Planung & Verkehr nach ausgiebiger Diskussion darauf verständigt habe, dass eine komplette Bebauung des Areals in seiner kompletten Tiefe gewünscht werde, um das städtische Grundstück voll auszunutzen – derzeit ist noch ein Grünbereich mit Bäumen vorgesehen. Die Bebauung solle sich in seiner Dichte an der des Löwenzahnwegs orientieren. Ein Grünbereich auf dem städtischen Grundstück sei unnötig, da an der Schittgablerstr. ja ein Park entstehe.
Die zusätzlichen Häuser sollten auch größere Mietwohnungen für Familien erhalten, auf dass der „normale Sozialwohnungsbau“ sich „stabilisierend“ auswirke, wie BA-Vorsitzender Markus Auerbach es ausdrückte.
Denn laut CSU-Fraktionssprecher Norbert Bettinger sollen 51 % der Appartements an anerkannte Flüchtlinge gehen, 49 % belege das Amt für Wohnen und Migration. Also von wegen Wohnungen für Krankenschwestern, Erzieherinnen oder Polizisten … Da es bereits das Haus Wilhelmine für wohnungslose Flüchtlinge in nächster Nähe gibt, könnten hier eventuell Probleme entstehen, so Bettingers Einschätzung. Zudem passten die neuen, quaderförmigen Holzhäuser mit Flachdach auch rein optisch nicht in die Gegend mit ihren Ein- und Mehrfamilienhäusern. Die Abstimmung ergab letztlich 10 „Ja-“Stimmen (SPD, Grüne) und 10 „Nein“-Stimmen (CSU, FDP). Damit ist der Vorbescheid seitens des BA abgelehnt.
Hochmuttinger Str. : Stadtrat beschließt 600 neue Wohnungen
Büschel erwirbt Teile des Eggartens
Die Büschl Unternehmensgruppe hat die CA Immo im Bieterwettstreit um Teile des Eggartens ausgestochen und vom Bundeseisenbahnvermögen die restlichen Eggarten-Grundstücke erworben. Die Büschl-Gruppe mit dem Firmenuntertitel Architektur und Projektentwicklung war bislang im 24. Stadtbezirk noch nicht tätig, ist aber in München und im Münchner Umland keine unbekannte Größe. Die Firma ist etwa beim Leopold Carré engagiert, plant mit am Osram-Gelände, in Freising, Lohhof, Unterschleißheim, Lochhausen …
Erste Sondierungsgespräche zwischen der CA Immo und der Büschl-Gruppe haben bereits stattgefunden und seitens der CA Immo war zu erfahren, dass man spätestens in drei Wochen sich auf Eckdaten zur gemeinsamen Entwicklung des Eggartens geeinigt haben werde, um dann so schnell wie möglich konkret mit dem städtischen Planungsreferat die Gespräche aufzunehmen.
Fasanerie: Workshop zur Fußgängerunterführung im Juni/Juli
Seit Jahren setzt sich ein engagierter Anwohner aus der Himmelschlüsselstr. für eine Bahnunterführung in der Fasanerie ein. Auch über die Gestaltung der neuen Fußgängerunterführung auf Höhe der jetzigen Bahnschranke hat er sich schon viele Gedanken gemacht. Leider war er bei der Februar-Sitzung des hiesigen Bezirksausschusses 24 nicht anwesend. Schade. Dann hätte er gehört, dass nun tatsächlich im Juni oder Juli diesen Jahres, und zwar außerhalb der Ferienzeit, ein Bürgerworkshop zur geplanten Gestaltung des neuen Bahnhofsumfelds stattfinden wird. Laut Baureferat sollen bis dahin alle nötigen Planungen zum Lärmschutz, zu den Radwegen, zur Anordnung der Kiss&-Ride-Parkplätze und zur städtebaulichen Entwicklung frei werdender Flächen abgeschlossen sein.






















