Wer schon vor der Infoveranstaltung am Dienstag, den 22. November im Kulturzentrum 2411 (Blodigstr. 4, EG) einen Eindruck von der geplanten Bebauung entlang der Ratold-/Raheinstr. bekommen mag, der sollte einmal am Feldmochinger Bahnhof auf Gleis 1 gehen, denn dort hat die CA Immo ein großes Plakat aufhängen lassen, das den Siegerentwurf für das neue „Quartier“ zeigt und mit dem der Immobilienbesitzer um gute Nachbarschaft wirbt. Ob der Größe des Plakats sind hier selbst Details wie die Höhenentwicklung der neuen Gebäude gut zu erkennen.
Erörterungsveranstaltung zur FIZ-Erweiterung Nord
Arg viele Anwohner waren zur Erörterungsveranstaltung am 7. November zum sogenannten FIZ Nord Nord nicht gekommen – die meisten Stühle blieben leer. Erwarteten sie sich keine neuen Infos mehr oder haben sie frustiert aufgegeben, weil ihre Einwände und Bedenken eh kein Gehör finden? Die anwesenden Bürger jedenfalls brachten wieder einmal ihre Kritik an der ihrer Meinung nach unzureichenden verkehrlichen Anbindung der zukünftigen BMW-FIZ-Erweiterung zum Ausdruck und „bedankten“ sich für den geplanten Nachbarschaftsgarten unter der Hochspannungsleitung, der bis 2035 fertig sein soll. Der Bau an sich interessierte niemanden.
Aus dem 24. Stadtbezirk hatte nicht einmal eine Handvoll Interessierter den Weg in den Pfarrsaal der Kirche der 14 Nothelfer gefunden, wiewohl die verkehrlichen Auswirkungen vornehmlich dieser Stadtbezirk wird tragen müssen, da das FIZ Nord Nord ausschließlich über die Schleißheimer Str. angebunden wird und sich dort die Parkhäuser befinden. Es brauche zusätzliche Kapazitäten beim ÖPNV (S-Bahnanschluss beim DB Nordring, Tram 23/24) wie beim Individualverkehr (Autobahnanschluss an die A99), um den zunehmenden Verkehrsfluss zu bewältigen, auch unabhängig von BMW in Richtung Flughafen, so die Einschätzung von Markus Baumgartner, zuständiger Projektleiter für die FIZ-Erweiterung.
Wie den Verkehr in den nächsten Jahrzehnten bewältigen?
Seitens der Stadtplaner war zu erfahren, dass die Nutzung des DB Nordrings für den Personenverkehr zwar in die Zuständigkeit des Freistaates fällt, der die Planung zu übernehmen hat, aber der Stadtrat sich doch im Frühjahr 2017 in einem gesonderten Stadtratsbeschluss mit der Thematik befassen wird.
In Sachen Verlängerung der Schleißheimer Str. an die A99 war lediglich zu vernehmen, dass die verkehrlichen Untersuchungen abgeschlossen seien, die Schleißheimer Str. im langen Tunnel kurz vor dem A99-Halbanschluss gen Westen wieder an die Oberfläche kommen werde und nun das Baureferat in die konkreten Planungen eingestiegen sei. Ob allerdings die Schleißheimer Str. im Tunnel zweispurig je Richtung geführt wird oder nur einspurig, ist immer noch nicht geklärt: Bei ersterem müsste der Tunnel unterhalb des U-Bahnsperrengeschosses Dülferstr. gebohrt werden, bei der zweiten Variante würde sich Platz im Sperrengeschoss finden und es könnten auch die Dülfer- oder die Neuherbergstr. angebunden werden. Bürger zweifelten jedenfalls den Sinn einer einspurigen Lösung ebenso an wie den Halbanschluss. Insbesondere aber ärgerten sie sich über die „Zukunftslösung“ Tram, die bis 2026 in Betrieb gehen soll. Die Anwohner fürchten deren Lärm, vor allem in der Wendeschleife, und sehen die enge Knorrstr. heute schon im Chaos versinken. „Damit ruiniert man die umgebende Wohnbebauung“, so ihr Argument, und: „BMW trägt 20 % des städtischen Gewerbesteueraufkommens und uns speist man mit so etwas wie eine Wendeschleife ab.“
Wenig ergiebig war auch die Nachfrage in Sachen geplanter neuer Rad/Fußgängerbrücke neben der heutigen Panzerbrücke. Wo die denn im Westen weiterführe, wollte jemand wissen. Schweigen auf städtischer Seite.
Auskünfte zum Bebauungsplan mit Grünordnung Nr. 1939d erhalten Sie im Planungsreferat; die Unterlagen zum Bauleitverfahren sind unter anderem in der Stadtbibliothek an der Blodigstr. 4 sowie im Internet unter www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Stadtplanung-und-Bauordnung/Auslegungstermine.html einsehbar. Einwendungen sind bis zum 22. November möglich. Im Herbst 2018 soll der fertige Bebauungsplan zum FIZ Nord Nord dann ausgelegt werden und 2019 in Kraft treten.
Bahnhof Feldmoching: Hotel-Baupläne überzeugen BA 24 noch nicht
In der letzten BA-Sitzung beschäftigten sich die Lokalpolitiker kurz mit dem geplanten Hotel, das die traditionsreiche, aber in den letzten Jahren arg heruntergekommene Bahnhofsgaststätte ersetzen soll. Das Gremium ist bis dato nicht offiziell in Kenntnis gesetzt worden von den Plänen, zeigte sich aber nicht sehr zufrieden über die Vorstellungen des Bauherrn, wie sie der Lokal-Anzeiger in Ausgabe 18 darlegte. Klar schreibe der Bebauungsplan keine Höhenbegrenzungen vor und es gebe sehr viel Baurecht auf dem Grundstück. Klar sehe der Bebauungsplan eine Kommunbebauung vor, aber das heiße nicht, so BA-Vorsitzender Markus Auerbach, dass man auf die Bestandsgebäude der Umgebung keine Rücksicht mehr nehmen müsse. Der BA möchte in jedem Fall erreichen, dass der Neubau erträglich fürs Ortsbild und die Nachbarschaft wird – das fängt beim Flachdach an und endet bei der geplanten Bebauung bis zur Grundstücksgrenze –, und will sich diesbezüglich mit dem Bauherrn in Verbindung setzen, um den Bau „auf ein Maß zurückzuführen, das passt“.
Baumschutzverordnung auf das gesamte Stadtgebiet ausweiten
Jährlich verliert München nach einer Statistik rund 5.000 Bäume durch Baumaßnahmen & Co. München ist schon heute die am dichtest bebaute Stadt Deutschlands. Doch unverdrossen hält der Zuzug an und der Druck auf dem Wohnungsmarkt ist hoch, auf dass jedes noch so unschuldige Grundstück zugebaut wird, was das Baurecht hergibt. Die Frage nach der Lebensqualität in einer völlig zugebauten und mit Autos zugestopften Stadt scheint sich dabei keiner mehr zu stellen. Und auch die Gesundheit der Bewohner scheint zweitrangig, gegengesteuert wird der Entwicklung nur in kleinen Ansätzen.
So hat die im Münchner Stadtrat vertretene Fraktion „Die Grünen / Rosa Liste“, ihres ursprünglichen Themas eingedenk, am Freitag, den 21. Oktober einen Antrag eingebracht, die Baumschutzverordnung der Stadt auf das gesamte Stadtgebiet auszuweiten. Ihre Begründung: „Die LH München hat derzeit die Herausforderung zu meistern, auf knapper Fläche einer steigenden Einwohner*innenzahl einen attraktiven und gesunden Lebensraum zu bieten. Die damit verbundene Nachverdichtung muss deshalb Hand in Hand mit dem Schutz von Bäumen gehen. Derzeit gilt die Baumschutzverordnung aber nicht in allen Stadtgebieten. Hier muss dringend nachgebessert werden. Ohne dieses Schutzinstrument werden schon sehr bald viele wertvolle Bäume in dieser Stadt Neubauten weichen, ohne dass es in diesem Umfang notwendig wäre. Ein Beispiel dafür ist der Eggarten im Norden Münchens, der Zeitungsartikeln zufolge schon bald sein Gesicht radikal verändern wird. Zukünftig muss die Zerstörung solcher noch vorhandenen Kleinode so weit wie möglich verhindert werden. Die Baumschutzverordnung ist das Instrument dafür.“
Grundsteinlegung für den Gewerbehof Nord
Am Dienstag, den 13. September legte bei eitel Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen der Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft, Münchens Bürgermeister Josef Schmid, den Grundstein für den nunmehr siebten Gewerbehof der Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrumsgesellschaft, kurz MGH genannt. Mit dabei: der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Lothar Semper, und der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern, Peter Kammerer, sowie Architekt Johan Kramer vom Berliner Architekturbüro Glass Kramer Löbbert, das vor drei Jahren den Architektenwettbewerb gewann.
Bürgermeister Schmid bewertet das seit 33 Jahren bestehende Gewerbehof-Programm – die Stadt Nürnberg möchte dieses jetzt (!) nachahmen – als wichtigen Baustein der kommunalen Wirtschafts- und Flächenpolitik. Denn wichtig für München seien nicht nur die hier situierten sieben DAX-Unternehmen, sondern vor allem der Mittelstand und das Handwerk. Die wirkten stabilisierend und würden mithelfen, Gewerbesteuer-Schwankungen bei den Großen auszugleichen.
Doch gerade Handwerker suchen in der Stadt oft händeringend bezahlbare Flächen mit langfristigen Mietverträgen und mit für Gewerbe geeigneten Räumen, die beispielsweise hohe Deckenbelastbarkeit und Lastenaufzüge besitzen, auf dass man auch noch im Obergeschoss mit schweren Maschinen arbeiten kann. Gewerbehöfe seien die Antwort auf den Flächenmangel in München, so Schmid. „Gewerbehöfe schaffen Platz für neue Produkte und innovative handwerkliche Ideen. Sie ermöglichen Existenzgründern optimale Startbedingungen, um schnell und unkompliziert in die berufliche Selbständigkeit starten zu können. Denn in einem Gewerbehof kann man nicht nur kleinteilig Flächen mieten – ab 40 qm. Existenzgründer erhalten in den ersten drei Jahren auch einen Mietpreisnachlass von bis zu 1,50 Euro pro qm und pro Monat.“ Zudem sei es auch für die Kundschaft von Vorteil, wenn Handwerker wohnortnah situiert seien, so Schmid, das gleiche die ein oder andere Erschütterung während der Bauphase gewiss aus.
München braucht das Handwerk
Dass die Gewerbehöfe gerade für die 28.600 Münchner Handwerksunternehmen mit ihren 78.500 Arbeitskräften eminent wichtig sind, unterstrich in seinem Grußwort Lothar Semper, der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für München und Oberbayern. „Wenn Maschinen laufen, wenn gehämmert und gesägt wird, dann ist das zwar Musik in den Ohren des Handwerkers“. In der Nachbarschaft komme die Geräuschkulisse aber meist weniger gut an. Gewerbehöfe sorgten dafür, dass die unverzichtbaren
Handwerker weiter ihren Platz in der boomenden Stadt hätten. In dem Gebäude mit rund 11.500 qm Geschossfläche können sich ab 2019 kleine und mittelständische Betriebe ansiedeln. Peter Kammerer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer IHK, rechnet damit, dass dort bis zu 600 Firmen eine neue Adresse erhalten könnten.
Gewerbehof mit architektonischen Werten
Architekt Johan Kramer lobte in seinem Grußwort nicht nur die einstige
Entscheidung der MGH, für den neuen Gewerbehof einen Architektenwettbewerb auszuloben – das werde nicht immer so gehandhabt. Auch habe sich das Projekt, gemessen an Berliner Verhältnissen, schnell fortentwickelt (Gelächter unter den Gästen). Kramer umriss sodann kurz die architektonischen Werte des neuen Gewerbehofs: Die vier oberirdischen Geschosse besitzen eine klare Grundstruktur. Der Besucherzugang ist in etwa mittig zur Wilhelmine-Reichard-Str. angeordnet, während die Andienung des Gebäudes rückwärtig erfolgt über drei gleichmäßig verteilte und überdachte Zugänge – natürlich mit Lastenaufzug.
Der regelmäßige Aufbau der Geschosse mit Mittelflur und den nach Norden und Süden ausgerichteten Raumspuren entwickelt sich um eine innere Kernzone mit der Vertikalerschließung und den zentral angeordneten Sanitär- und Serviceräumen. Die an den Gang anschließenden zweigeschossigen Loggien bringen Tageslicht in die innere Zone und dienen als Treff- und Wartebereiche mit angrenzenden Raucherarealen.
Die Fassadenstruktur ist so angelegt, dass durch den regelmäßigen Wechsel von
Fenster- und Wandpfeilergrößen eine optimale Belichtung gewährleistet ist und sich vielfältige Mieteinheitsgrößen bilden lassen.
Auf der Südseite erhält die Fassade rund um das Feld der Öffnungen eine tiefere Profilierung und leistet somit einen Beitrag zum passiven Sonnenschutz und gleichzeitig zur Lärmreduktion.
Gemeinschaftliche Grundsteinlegung
Nach so vielen Worten ging es kurz hinaus in die Sonne und zur bereits vorbereiteten Kapsel, die gemeinsam in den Grundstein eingemauert wurde. Bürgermeister Schmid gab die aktuelle SZ sowie die Baupläne in die Kapsel und MGH-Geschäftsführer Rudolf Boneberger fügte noch ein paar Münzen dazu. Anschließend blieb den
Festrednern nur noch, einen unfallfreien Bau innerhalb des Kostenrahmens sowie den künftigen Mietern wirtschaftlichen Erfolg und der MGH weitere spannende Projekte zu wünschen, ehe sich alle schleunigst wieder in das aufgestellte Zelt zurückzogen und zum eröffneten Büffet begaben.
Lerchenau: Buche an der Ebereschenstr. 55
Wie auf der letzten öffentlichen Sitzung des Bezirksausschusses 24 am 27. Juli zu erfahren war, wird die Buche an der Ebereschenstr. 55, die einem Bauvorhaben im Wege steht, von der Unteren Naturschutzbehörde nun direkt vor Ort auf ihre Vitalität überprüft. Offensichtlich hatten die Experten, so BA-Vorsitzender Markus Auerbach, via Google Earth zahlreiche Verkahlungen bei dem Baum ausgemacht. Sei er nicht kerngesund, so BA-Chef Auerbach, sei sein Schicksal wohl besiegelt. Denn einem privaten Bauherrn könne nicht zugemutet werden, erläuterte die Vorsitzende des Unterausschusses Planung, Verkehr & Umwelt, Gabi Meissner, beim Bau für eine Wurzelschutzmaßnahme zu sorgen. Das sei zu teuer.
Auch die Bergwachtsiedlung nimmt langsam Gestalt an
Die Bebauung an der Ratold-/Raheinstr. und die Neubauten an der Hochmuttinger Str. sind nicht die einzigen Aktivitäten, die den Feldmochingern in den nächsten Jahren drohen. Auch die Bergwachtsiedlung, vor einem guten Jahrzehnt schon einmal angedacht und dann wieder verworfen, nimmt nun allmählich doch Gestalt an. 2.500 Wohneinheiten und mehr sollen auf den Äckern zwischen Lerchenauer- und Lerchenstr. über kurz oder lang Platz finden.
Vor einigen Wochen trafen sich an einem Dienstag die rund 50 Grundstücksbesitzer der „Bergwachtsiedlung“ im Feldmochinger Hof. Dabei wurden sie, wie uns ein Teilnehmer der Versammlung berichtet, gehörig unter sozialen Druck gesetzt. Denn es hieß, wenn nur ein Grundstücksbesitzer gegen die Bebauung sei, dann würden alle zwangsenteignet werden von der Stadt zu einem Preis von etwa 50 Euro/qm! Und das für Bauerwartungsland!? Wer mag sich da, noch dazu in einer öffentlichen Abstimmung, gegen seine Nachbarn stellen? Obwohl man nicht will, dass die Heimat durch die Bergwachtsiedlung in ein zweites Messestadt Riem verwandelt wird mit bis zu achtstöckigen Betonklötzen in der Mitte, mit immer mehr Verkehr, mit Neu-Feldmochingern, die keinerlei Bezug zu Feldmoching haben … Eigentlich, so hieß es einmal, werde der Bauträger Concept Bau die Grundstücke erwerben, nun sollen die Grundeigentümer, so wurde uns berichtet, wohl an die Stadt verkaufen… Ein Alptraum für viele Feldmochinger!
Zu diesem ganzen Szenario passt ein Gedicht, das uns eine Feldmochingerin hat zukommen lassen.
Mei scheens Feldmoching …
Mei scheens Feldmoching, wos is aus dir wordn
I leb meiner Lebtag do, i bin do geborn.
Meine Eltern und Großeltern ham für mi wos gschaffa,
Jetzt kemma de Zuagroaßtn, einfach so daherglaffa.
Mit Anhänger und Wohnwägn parken’s d’Lerchenstraß zua,
des is ganz sche ausgchamt, do kriag i echt gnua.
An Pfarrer oder de Kircha alloa kennt koana mehr vo drinna,
Es fangan eh scho langsam olle mitananda o zum Spinna.
Jetzt woins Betonbarackn aufziagn, genau vor meiner Nosn,
Soll i mir des Projekt do odoa? Ihr kennts ma an Schuah aufblosn!
Jetzt sogst Du: „Mei, dann muaßt wohl oder übel woanders hiziagn?“
Zwangsenteignen lass i mi ned, so leicht lass i mi ned unterkriagn.
30 % Sozialbau, juhuuu, wos wui ma mehr!?
Baut’s uns hoid glei no a Asylantenheim her.
Des Hosenbergl könn ma bei uns glei no erweitern,
An achtstöckigen Blöckn soll’s schließlich net scheitern.
Möcht’ von Euch jemand in de schwachen Wohnblocks wohna?
Ned? Aber an den Anblick könnt’s Euch scho moi gwohna.
Wunderbar werds ausschaun, wia in der Messestadt Riem.
So hams es vorgsehn, so steht’s planmäßig gschriebn.
Zwoatausendfünfhundert Wohnungen und vielleicht no a paar mehr –
I gfrei mi schon jetzt auf den „bisserl Verkehr“.
De liabe Morgensonne werden mia nimmer aufgehn sehn,
weil dann do de riesigen, schattigen Wohnblöcke stehn.
Freili, der ganze Acker ist Bauerwartungsland,
aber wenn scho wos gmacht werd, dann mit a wengerl Verstand!
Der Mais, die Gerste, der Weizen, des ganze Korn,
I hab euch immer gern wachsen sehn,
mei Feldmoching, wos is aus dir wordn …
R. F.
Bürgerverein Lerchenau macht sich für ortsbildprägende Buche stark
An der Ebereschenstr. 55 soll ein altes Haus vier neuen Stadthäusern samt je einer Duplex-Garage weichen. Dabei steht einer Duplex-Garage eine große alte Buche, die an die 200 Jahre alt sein soll, im Wege. Der Bauherr hat deshalb die Fällung beantragt, der der BA 24 auf der letzten Sitzung auch zustimmte. Wenngleich der Baum gewiss nicht so viele Jahre hat kommen und gehen sehen, ortsbildprägend ist er in jedem Fall. Daher möchte ihn der Lerchenauer Bürgerverein erhalten wissen und die Duplex-Garage anders platziert sehen. Zur Erinnerung: Beim alten Heitzmannhof plante seinerzeit Alois Franke die Häuser samt Tiefgarage ebenfalls so, dass die 80 bis 100 Jahre Esche erhalten bleiben konnte!
Auf der öffentlichen Sitzung des Bezirksausschusses 24 am 27. Juli im Pfarrsaal von St. Christoph war diesbezüglich zu erfahren, dass die Untere Naturschutzbehörde nun direkt vor Ort den Baum auf seine Vitalität überprüfen will. Offensichtlich hatten die Experten, so Auerbach, via Google Earth zahlreiche Verkahlungen bei dem Baum ausgemacht. Sei er nicht kerngesund, so BA-24-Chef Markus Auerbach, sei sein Schicksal wohl besiegelt. Denn einem privaten Bauherrn könne aus Kostengründen nicht zugemutet werden, erläuterte Gabi Meissner, Vorsitzende des Unterausschusses Planung, Verkehr, Umwelt, für einen Wurzelschutz während der Bauzeit zu sorgen.
Stadtrat bringt Bau von 2.100 neuen Wohnungen auf den Weg
Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung hat Anfang Juli die Aufstellungs- und Eckdatenbeschlüsse für diverse Planungsgebiete abgesegnet, darunter auch den zur Bebauung Hochmuttinger Str. sowie den Billigungsbeschluss für das Planungsgebiet Weyprechtstr. am Harthof. Gut die Hälfte der neuen Wohnungen entsteht damit im Münchner Norden. Für das Planungsgebiet östlich der Hochmuttinger Str., nördlich
der Herbergstr. und westlich der Paul-Preuß-Str. soll ein städtebaulicher und landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb ausgelobt werden. Es ist beabsichtigt, ein neues Wohnquartier mit zirka 500 bis 600 Wohnungen mit den zugehörigen Freiraumnutzungen sowie den sozialen Infrastruktureinrichtungen zu entwickeln. Das Preisgericht für den Architektenwettbewerb hat sich bereits ein erstes Mal getroffen, um die Unterlagen vorzubereiten.
Am Harthof-Nord, an der Weyprechtstr., soll im Bereich von vorgesehenen Mischgebieten beziehungsweise allgemeinen Wohngebieten eine Bebauung ermöglicht werden, die – insbesondere in zwei für Einzelhandel festgesetzten Bereichen – auch der Nahversorgung des Gebietes dient. Im Großteil der Siedlung soll neben allgemeinen Grünflächen und zwei Kindertageseinrichtungen die Schaffung von 553 Wohnungen ermöglicht werden.
Bahnübergang Fasanerie: Runder Tisch Anfang Juli
Das Baureferat wird voraussichtlich Anfang Juli einen Bürgerworkshop zur „Höhenfreimachung S-Bahn-Kreuzung in der Fasanerie“ veranstalten und dazu großflächig die Bürger der Fasanerie wie der Siedlung am Lerchenauer See einladen. Stattfinden soll er wohl in der Mehrzweckhalle. Dieses Mal wird auch nicht am Geld gespart, sondern ein externer Moderator angeheuert.


























