[Weiterlesen…] Über900 Jugendliche zieht es zur Ausbildungsmesse
Hornissen: Untere Naturschutzbehörde informiert
So sieht die Bebauung zwischen Rahein- und Morigglstr. aus
Neues zur Endlos-Baustelle an der Pflaumstr.
Man mag es kaum glauben, aber allerspätestens am 14. September soll die Verdrussbaustelle an der Pflaumstr. der Vergangenheit angehören. Laut Pressestelle der Münchner Stadtentwässerung (MSE), die dort in den letzten eineinhalb Jahren einen Kanallückenschluss vornahm, wurde am heutigen Tag der letzte unterirdische Anschluss geschafft. Morgen soll der neue Kanal bereits in Betrieb genommen werden. Am 7. September sollen dann die Asphaltarbeiten beginnen und am 10. September will man die provisorischen Ampeln zurückbauen, auf dass nach menschlichem Ermessen am 11., spätestens jedoch am 14. September der Verkehr wieder wie gehabt rollen soll. „Auf gar keinen Fall“ sei der diesjährige Rosstag bedroht, versicherte die MSE-Pressestelle.
Kleiner Nachtrag: Laut zuständiger Polizei-Inspektion gibt es eine „verkehrsrechtliche Anordnung“ vom 26. August für die Baustelle an der Pflaumst. bis zum 30. September, mit den gleichen Auflagen und Beschilderungen wie bisher.
Karlsfelder Str.: Keine weitere Flüchtlingsunterkunft
Ein Bericht in der tz schreckte kürzlich Anwohner der Karlsfelder Str. auf: Die Zeitung veröffentlichte einen „Asyl-Atlas“ mit neugeplanten Unterkünften für den nicht abreißen wollenden Strom der Flüchtlinge. Hier wurde aufgeführt, dass an der Karlsfelder Str. für 280 Personen eine Unterkunft errichtet werden soll in Form von Leichtbauhallen beziehungsweise Gewerbegebäuden. Sollte nun doch das bislang unbebaute städtische Grundstück, wie schon öfter befürchtet, für Flüchtlinge angelegt werden? Klarheit gibt der 8. Standortbeschluss zur Unterbringung von Flüchtlingen und Wohnungslosen, den der Feriensenat des Stadtrats am 26. August billigte.
Danach soll die Freifläche an der Karlsfelder Str. 282 in der Siedlung Ludwigsfeld – hier wird nach Abbruch der Bestandsgebäude mittelfristig eine feste Gemeinschaftsunterkunft für AsylbewerberInnen errichtet – zwischengenutzt werden für zwei Leichtbauhallen, in denen für den nächsten 24 Monate je 140 Einzelbetten aufgestellt werden. Auch die Bestandsgebäude sollen in der Zeit zu Lagerzwecken zwischengenutzt werden. Weitere Standorte im 24. Stadtbezirk sieht die 8. Beschlussvorlage nicht vor. Im Nachbarbezirk 11 (Milbertshofen – Am Hart) sollen auf der städtischen Freifläche an der Neuherbergstr. 28 ebenfalls für 24 Monate zwei Leichtbauhallen für insgesamt 280 Einzelbetten aufgestellt werden.
Auch die längste Baustelle hat einmal ein Ende
Im März 2014 hieß es ursprünglich, die Kanalbauarbeiten würden bis März 2015 dauern. Mitte des Jahres, nach den ersten Verzögerungen am Lückenschluss, hieß es schon etwas vager: im Frühjahr 2015. Bei der Vorschau für 2015 versicherte uns die Pressestelle der Münchner Stadtentwässerung (MSE), des Bauherrn, dass die Arbeiten in der Pflaumstr. trotz zweimaligen Baustopps Ende April beendet sein würden. Der April kam, die Baustelle blieb. Anfang Juni teilte uns MSE auf erneute Anfrage mit, dass die Arbeiten in sechs Wochen abgeschlossen würden. Ende Juli war die Baustelle aber immer noch da. Erneut angefragt, hieß es bei MSE, dass es zu krankheitsbedingten Verzögerungen gekommen sei, die Bauarbeiten nun aber definitiv Ende August beendet sein würden. Heute ist der 1. September und die Baustelle ist immer noch da. Fällt also womöglich der nächste Rosstag aus?
Doch die Rossler, die den Rosstag organisieren, sind offensichtlich sehr zuversichtlich. Die zuständige Baufirma hat ihnen gesagt, dass die Baustelle bis Mitte September nun wirklich vollständig zurückgebaut sein wird, dem Rosstag am 11. Oktober folglich und im wahrsten Sinn des Wortes nichts im Wege stehen wird.
Lebenshilfe bekommt 1.600 Euro Spende
Über das zehnte Benefizfußballspiel auf der Bezirkssportanlage Grohmannstr. haben wir ausführlich berichtet. Ein kleiner Nachtrag: Die gesamte Veranstaltung erbrachte die stolze Spendensumme von 1.600 Euro. Geld, das heuer die Lebenshilfe Werkstatt, Zweigniederlassung Lerchenau, bekommt, wo behinderte Jugendliche aus ganz München einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen können. Mitveranstalter und Vereinsvorstand Joachim Horn vom TSV 54 – DJK München sowie Rainer Großmann, der Vorsitzende des Arbeitskreises Kultur und Stadtteilaktivitäten, der die jährliche Benefizveranstaltung am Hasenbergl mitorganisiert, überreichten am Mittwoch, den 29. Juli den Scheck symbolisch an den Leiter der Lebenshilfe Werkstatt, Zweigniederlassung Lerchenau.
Ausbildungsmesse „Last Minit“
Deutsche Kanu-Rennsport-Meisterschaft
Siedlung Ludwigsfeld: Auto-Dandler stört Grabstätten
Seitdem der Gartenbetrieb das ehemalige Liebl-Gelände an der Karlsfelder Str. 95 in der Siedlung Ludwigsfeld verlassen hat und ein „Auto-Dandler“ einzog, herrscht Unruhe in der Siedlung und bei historisch interessierten Menschen. Die einen fühlen sich belästigt von den LKWs, die in der Siedlung herumkurven. Die anderen sind alarmiert wegen der nicht genehmigten Bauaktivitäten. Denn, so Bezirksausschuss-Mitglied Klaus Mai und engagierter Stadtteilhistoriker, das Gelände liegt nicht nur auf dem ehemaligen Judenlager der KZ-Außenstelle Dachau, sondern birgt jede Menge Massengräber, in denen ausländische Kriegsgefangene von Mitte März bis Ende April 1945 verscharrt wurden. Das Gelände sei also eigentlich ein Friedhof und das Treiben der Leute eine Schändung von Grabstätten, so das Urteil von Mai. Er hat inzwischen der LBK Dokumente und Lagepläne zu den Massengräbern übergeben. Die LBK hat zwar die Nutzungsänderung längst untersagt – zugelassen ist auf dem Gelände lediglich eine Baumschule –, doch der „Obervermieter“ hat gegen die Beseitigungsverfügung Rechtsmittel eingelegt. Warten wir es ab, wie es dort weitergeht.


















