In der Printausgabe 3 haben wir kürzlich gemeldet, dass es zwischen dem 5. und dem 24. August diesen Jahres zu einer Sperrung auf der S1 kommen wird, und zwar im Bereich zwischen Feldmoching und Moosach. Der MVV verweist auf seiner Baustellenseite auch bereits darauf hin. 2018 wird die Sache noch viel schlimmer – dann soll die komplette Bahnstrecke zwischen Feldmoching und Freising die gesamten Sommerferien hindurch, vom 28. Juli 2018 bis zum 11. September 2018 gesperrt werden. Und zwar für den gesamten Schienenverkehr.
Unter anderem wird in dieser Zeit die komplette Bahntrasse generalsaniert: Schotter raus, alte Schienen raus, neue Schienen rein, neue Befestigungen, neuer Schotter … Und damit die komplette Trasse in den großen Ferien geschafft wird – bei der Gleiserneuerung der U3 zwischen Scheidplatz und Münchner Freiheit hat es ja nicht zeitgerecht geklappt –, soll rund um die Uhr gearbeitet werden. Auch nachts. Darüber hinaus stehen Oberleitungsarbeiten, Bauarbeiten für die Neufahrner Kurve sowie der barrierefreie Ausbau von Lohhof und Bahnsteigarbeiten in Unterschleißheim an, so die Bahn.
Der einzige Vorteil der Vollsperrung: Weil kein Zug mehr fährt, wird es auch kein nerviglautes Getute geben als Hinweis für die Arbeiter, dass demnächst ein Zug auf dem Nachbargleis vorbeifahren wird. Immerhin etwas. Aber natürlich wird der Baulärm nachts nicht zu verachten sein. Und tagsüber werden gewiss viele Pendler, die im August keinen Urlaub nehmen, sich nicht auf den versprochenen Pendelbus verlassen, sondern lieber mit dem Auto in die Stadt zum Arbeitsplatz fahren.
Der alte Schotter, der beseitigt wird, soll zunächst an zwei Stellen gesammelt werden, wovon eine sich zwischen Feldmoching und Oberschleißheim befinden wird.
Interessant sind in diesem Zusammenhang die Zugzahlen, die die Bahn im Zusammenhang mit den Zugausfällen nennt. Erstaunlich, wie viele Züge da doch an einem Tag an einem vorbeirauschen.
– S-Bahn S 1: 122 Züge Ausfall München-Feldmoching – Freising/Flughafen München
– RE München – Regensburg/Nürnberg: 20 Züge Ausfall: München – Freising/Landshut
– RE/RB München – Landshut: 10 Züge Ausfall: München Hbf. – Freising/Landshut
– RE München – Passau: 46 Züge Ausfall München Hbf. – Freising/Landshut
– SPNV der Relation München – Regensbg./Hof/Prag: 28 Züge Ausfall München Hbf. – Freising/Landshut
– Züge von/nach München Flughafen Tanklager mit Diesel-Tfz bedienbar
– 4 Züge Ausfall Lohhof – München-Milbertshofen
– 2 Züge Ausfall München – Milbertshofen/München Nord – Neufahrn b. Freisin





















Seit Wochen ärgern sich Anwohner der Fasanerie über den unwürdigen Anblick ihres Kriegerdenkmals am Bahnhof Fasanerie. Denn der Eigentümer des kleinen Grundstücks bietet dort nun Autos zum Verkauf an! So „gemobbt“, stellte der Heimat- und Kameradschaftsverein Fasanerie-Nord, der vor vielen Jahren mit eigener Hände Arbeit dieses Mahnmal errichtete und seit der Zeit für seine Pflege Sorge trägt, deshalb bei der letzten Sitzung des Bezirksausschusses 24 am Dienstag, den 14. Februar den Eiltrag, dass der hiesige BA doch das Baureferat bitten möge, möglichst schnell die Voraussetzung für eine Verlagerung des Kriegerdenkmals auf das Parkgrundstück östlich der Kirche St. Christoph zu schaffen (Stadtratsbeschluss, Mittelfreigabe …).
Helfer im eigenen Viertel – die Münchner Polizei sucht Ehrenamtliche für die Sicherheitswacht: Wer Freude daran hat, mit seinen Mitbürgern zu sprechen, die Augen offen zu halten und anderen Sicherheit zu geben, ist bei der Münchner Polizei als Mitglied der Sicherheitswacht willkommen. Hauptaufgabe der Sicherheitswacht ist der „Streifendienst“ vor allem in Gebieten, in denen sich die BürgerInnen mehr Präsenz wünschen wie in größeren Wohnsiedlungen oder in öffentlichen Parks und Anlagen.
Kaum verfasst, schon veraltet: So erging es dem Planungsreferat mit seiner Beschlussvorlage zur „Feldmochinger Kurve“. Denn die Deutsche Bahn rückte kurz nach Weihnachten von ihren früheren Aussagen ab und will nun doch kein Planfeststellungsverfahren mehr für diesen Lückenschluss von Feldmoching nach Milbertshofen durchführen. Sobald die elektronischen Stellwerke in Milbertshofen und Freimann fertiggestellt sind, will die Bahn entsprechend dem Planfeststellungsbeschluss vom April 1993 diese Lücke schließen. Was zur Folge hätte, dass die Anwohner der Trasse natürlich auch keine Lärmschutzmaßnahmen bekämen. Am Mittwoch, den 1. Februar beschäftigte sich der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung mit diesem Thema.
Irgendwann in den nächsten Jahren wird der beschrankte Bahnübergang in der Fasanerie beseitigt und durch einen etwas weiter südlich verlegten Straßentunnel ersetzt werden. In der Fasanerie fürchten nicht wenige Anwohner, dass dann eine Verkehrslawine auf sie zurollt, wenn nur ihr Bahnübergang beseitigt wird und die Bahnübergänge an der Lerchen- und der Lerchenauer Str. als Hindernisse erhalten bleiben. Sie fordern deshalb eine möglichst zeitnahe gleichzeitige Beseitigung aller drei Schranken.