Seitdem der Gartenbetrieb das ehemalige Liebl-Gelände an der Karlsfelder Str. 95 in der Siedlung Ludwigsfeld verlassen hat und ein „Auto-Dandler“ einzog, herrscht Unruhe in der Siedlung und bei historisch interessierten Menschen. Die einen fühlen sich belästigt von den LKWs, die in der Siedlung herumkurven. Die anderen sind alarmiert wegen der nicht genehmigten Bauaktivitäten. Denn, so Bezirksausschuss-Mitglied Klaus Mai und engagierter Stadtteilhistoriker, das Gelände liegt nicht nur auf dem ehemaligen Judenlager der KZ-Außenstelle Dachau, sondern birgt jede Menge Massengräber, in denen ausländische Kriegsgefangene von Mitte März bis Ende April 1945 verscharrt wurden. Das Gelände sei also eigentlich ein Friedhof und das Treiben der Leute eine Schändung von Grabstätten, so das Urteil von Mai. Er hat inzwischen der LBK Dokumente und Lagepläne zu den Massengräbern übergeben. Die LBK hat zwar die Nutzungsänderung längst untersagt – zugelassen ist auf dem Gelände lediglich eine Baumschule –, doch der „Obervermieter“ hat gegen die Beseitigungsverfügung Rechtsmittel eingelegt. Warten wir es ab, wie es dort weitergeht.















Julia da Silva Bruhns (1851 – 1923), genannt Dodo, war eine gebürtige Brasilianerin. Sie verlebte mit ihren Geschwistern eine äußerst glückliche und sehr freie Kindheit in Paraty, einer kleinen Hafenstadt zwischen Rio de Janeiro und Sao Paulo. Ihr Vater Johann Ludwig Hermann Bruhns, ein 1837 nach Brasilien ausgewanderter Lübecker Farmer, besaß einige Zuckerrohrplantagen zwischen Santos und Rio de Janeiro und hatte reich geheiratet. Die Familie lebte in sehr wohlhabenden Verhältnissen.





Schon eine Woche vor Wiesn-Beginn hieß es am Freitag, den 12. September am Hasenbergl: „O’zapft is“. Zur Vernissage strömten Hunderte von Besuchern. Sie kamen wohl nicht nur wegen der Ausstellung, die einen traditionsreichen Teil der Wiesn-Geschichte beleuchtet und anlässlich der die „Dirndl-Dichte“ schon fast so hoch war wie beim Damen-Wiesn-Treff von Regine Sixt. Vermutlich kamen sie auch wegen des Festredners, Alt-OB Christian Ude. Der brachte denn auch mit seinen Wiesn-Erlebnissen das Flair des weltweit größten Volksfestes in den Theatersaal des Augustinum, auf dass selbst hartgesottene Wiesn-Hasser – die es ja geben soll – Lust bekamen, mal wieder „die suspekteste und verabscheuungswürdigste Großveranstaltung“ (O-Ton Ude) zu besuchen. Doch der Reihe nach. 
